Neuer Standort für Digitale Teilhabe

Digital-Kompass Verbraucherbildung Neue Medien

Eröffnung des Standorts Digital-Kompass in München

Freundlich begrüßt mit einem Glas Sekt konnten die etwa sechzig Besucherinnen und Besucher des Deutschen Evangelischen Frauenbundes Landesverband Bayern in dessen Geschäftsstelle in München ein interessantes Programm zur Eröffnung eines Standorts Digital-Kompass erleben. Die Medientochter des Verbands, die Evangelische Arbeitsgemeinschaft Medien (EAM), ist seit Mitte April 2019 lokale Partnerin dieses bundesweiten Projekts unter Federführung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO). Dessen Vorstandsmitglied Irmtraut Pütter hatte die Teilnahme der EAM am Projekt Digital-Kompass vor einigen Jahren initiiert. Sie hatte es sich trotz der weiten Anfahrt aus Düsseldorf nicht nehmen lassen, bei der Einweihungsfeier des Standorts persönlich teilzunehmen.

Die EAM-Vorsitzende Sabine Jörk, Kommunikationswissenschaftlerin, begrüßte die Gäste und stellte das Projekt vor. Ein „Standort Digital-Kompass“ dient als gut erreichbare lokale Anlaufstelle für ältere Menschen, die sich zu Fragen des Internets, der IT-Sicherheit und zu den digitalen Diensten informieren und beraten lassen möchten. Auch die so genannten „Internetlotsen“, die anderen Seniorinnen und Senioren im Internet behilflich sind, können von diesem Beratungs- und Bildungsangebot vor Ort Gebrauch machen. „Wir werden regelmäßig digitale Sprechstunden für Einzelpersonen rund um das Thema mobile Medien und digitale Helfer anbieten. Des Weiteren bieten wir Workshops und digitale Stammtische an. Ferner können Sie bei uns alle Materialen des Digital-Kompass kennen lernen und bei Bedarf bestellen“, konkretisierte Sabine Jörk das künftige Angebot des Standorts Digital Kompass.

Die Grußworte zur Eröffnungsfeier wurden passenderweise sowohl digital als auch analog abgehalten. Die Bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, sprach in ihrer Videobotschaft von der rasanten Entwicklung in der Digitalen Transformation, die manchen vielleicht zu schnell gehe. Bei der digitalen Teilhabe brauche man eine gesamtgesellschaftliche Lösung, einen Wertekompass, so die Ministerin weiter.

Dr. Barbara Keck, die Geschäftsführerin der BAGSO-Service GmbH, Bonn, verlieh ihrer Freude Ausdruck, dass in München nicht nur ein Standort Digital-Kompass eröffnet werde, als einer der ersten in Deutschland, sondern dass sie nach häufigen Zusammentreffen in Bonn im Rahmen der bisherigen Digital-Kompass-Projekte, bei denen Sabine Jörk seit den Anfängen 2015 als Beirätin mitgewirkt habe, nun auch einmal einen Besuch in München machen konnte. Sie schilderte die Vorzüge des Digital-Kompasses und hob die digitale Teilhabe von Seniorinnen und Senioren im Netz als die wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe hervor. Dem neuen Standort wünschte sie viele interessierte Besucherinnen und Besucher.

Hauptpunkt der Einladung war der praktische Teil mit der Durchführung eines so genannten Digital-Stammtisches, eines Angebots im Rahmen des Digital-Kompass. Bei diesem Format wird ein Experte zu einem bestimmten Thema einer quasi als Stammtisch fungierenden Besuchergruppe via Skype zugeschaltet. Die Moderation des Digital-Stammtisches übernahm nach einführenden Worten Sabine Jörk. Sie führte die Besucherinnen und Besucher zunächst mit Guido Steinke, dem Projektleiter des Digital-Kompass von der Verbraucher-Initiative e.V. zusammen. Zum ausgewählten Stammtisch-Thema „Bezahlen mit dem Smartphone“  wurde dann ein Experte hinzugenommen, der in einem allgemeinen Teil das Thema auffächerte, um dann einzelne Anbieter genauer vorzustellen. Schließlich konnten ihm vorher gesammelte Fragen, vor allem zur praktischen Handhabung, den Systemvoraussetzungen und zur Datensicherheit, vorgelegt werden. Fragen direkt aus dem Publikum beschlossen die Runde. Zum Ausklang konnten die Gäste noch bei einem kleinen Imbiss netzwerken.